FAQ Behörden

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  • Weshalb wurde der Entlastungsplan gegenüber dem für den Winter 2014-2015 abgeändert?

    Aufgrund der Erfahrungen vom Winter 2014-2015 hat sich eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des föderalen öffentlichen Dienstes für Wirtschaft und des Kabinetts des Ministers für Energie mit der Anpassung des gesetzlichen Rahmens befasst.

    Der Entlastungsplan wurde darüber hinaus an einigen Stellen grundlegend abgeändert: Die Teilabschnitte A und B in den Versorgungsgebieten SO und SW wurden weggelassen; die Auswirkungen auf den Hafen von Gent und die Flughäfen wurden reduziert; die obligatorische Reduzierung der Auswirkung eines Vorfalls in Belgien auf das europäische Stromsystem wurde berücksichtigt. So wurden die gesetzlichen und technischen Anforderungen bestmöglich mit dem sozialen und ökonomischen Kontext in Einklang gebracht.

    Genauso wie im Vorjahr ist das Land in 5 Stromversorgungsgebiete aufgeteilt. Jedes Gebiet umfasst 8 Entlastungsabschnitte gegenüber 6 im Vorjahr. Folglich konnten die Teilabschnitte A und B in den Versorgungsgebieten SO und SW weggelassen werden.

    Vorbehaltlich einer anderen Entscheidung des zuständigen Ministers wird der Entlastungsabschnitt 8 bei Bedarf als Erster entlastet; die übrigen Entlastungsabschnitte folgen in absteigender Reihenfolge. Bei einer Energieverknappung wird der Entlastungsabschnitt 1 normalerweise nicht entlastet. Dieser Abschnitt soll nämlich bei einem bedeutenden Vorfall auf dem europäischen Stromsystem in Anspruch genommen werden. Neu ist, dass die Entlastungsabschnitte nicht nur bei einer effektiven Netzentlastung, sondern auch bei einem Entlastungsrisiko turnusmäßig in Anspruch genommen werden.

    Konkret bedeutet diese Änderung, dass während der nächsten Entlastungsperiode der folgende Abschnitt (in absteigender Reihenfolge) entlastet wird, auch wenn der bei einem früheren Entlastungsrisiko angekündigte Abschnitt nicht entlastet werden musste.

  • Die selektive Entlastung

    Es handelt sich um ein verbessertes Verfahren, das zwischen dem Übertragungsnetzbetreiber Elia und den Verteilernetzbetreibern vereinbart wurde. Konkret bedeutet dies, dass die Verteilernetzbetreiber die Entlastung des von den zuständigen Ministern ausgewählten Abschnitts laut den Anweisungen von Elia selbst vornehmen können, ohne dabei jedoch die vorrangigen Kunden zu entlasten, wenn ihnen die entsprechende Entscheidung frühzeitig angekündigt wird. Der Hauptvorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass die Versorgung der vorrangigen Kunden wie beispielsweise der Krankenhäuser möglichst nie unterbrochen wird.

  • Wie verläuft konkret eine Netzentlastung?

    Seit dem Winter 2015-2016 wurde zwischen dem Übertragungsnetzbetreiber Elia und den Verteilernetzbetreibern ein angepasstes Entlastungsverfahren vereinbart: die selektive Entlastung. Konkret bedeutet dies, dass die Verteilernetzbetreiber die Entlastung des von den zuständigen Ministern ausgewählten Abschnitts laut den Anweisungen von Elia selbst vornehmen könnten, ohne dabei jedoch die vorrangigen Kunden zu entlasten, wenn ihnen die entsprechende Entscheidung frühzeitig angekündigt wird. Der Hauptvorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass die Versorgung der vorrangigen Kunden wie beispielsweise der Krankenhäuser möglichst nie unterbrochen wird.

    Falls es aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, die selektive Entlastung durchzuführen, wird das Standardverfahren angewandt: Elia entlastet die Stationen, welche die Verteilernetze auf dem ausgewählten Entlastungsabschnitt versorgen, und die Verteilernetzbetreiber stellen anschließend das Netz für die vorrangigen Kunden wieder unter Spannung.

  • Wer ist von einer eventuellen Netzentlastung betroffen?

    Im Rahmen des Entlastungsplans sind im Falle einer erwiesenen Energieverknappung potenziell all jene Kunden von einer Unterbrechung der Stromversorgung betroffen, die in einem von diesem Plan betroffenem Gebiet ans Verteilernetz angeschlossen sind.

    Laut der Gesetzgebung kann der Verteilernetzbetreiber nach der Netzentlastung eine Liste von vorrangigen Kunden wieder mit Strom versorgen. Es handelt sich dabei insbesondere um die Krankenhäuser, die Telefonzentralen der Rettungsdienste und die Stationen der Netzbetreiber. Bei einer selektiven Entlastung wird die Stromversorgung der vorrangigen Kunden im Prinzip nicht unterbrochen.

  • Wer entscheidet, wann der Entlastungsplan angewandt wird?

    Laut der Gesetzgebung obliegt es den zuständigen Ministern für Wirtschaft und Energie, die Netzentlastung zu beschließen und anzuordnen, wenn sie aufgrund der Analyse des Übertragungsnetzbetreibers zu dem Schluss kommen, dass die übrigen Maßnahmen zum Ausgleich des Stromangebots und -bedarfs nicht ausreichen. Die Netzbetreiber führen anschließend die Entscheidung der zuständigen Minister aus.

  • Kann diese Liste noch angepasst werden?

    Diese Liste kann kurzfristig nicht angepasst werden.

  • Kann ich als Bürgermeister fordern, dass bestimmte im Entlastungsplan angegebene Straßen nicht vom Netz getrennt werden?

    Der Entlastungsplan wurde vom Energieminister nach Stellungnahme der KREG und im Einvernehmen mit dem Wirtschaftsminister erarbeitet. Die Anpassungsanträge müssen über die Gouverneure an die zuständigen föderalen Behörden gerichtet werden. Die Netzbetreiber führen die Entscheidungen der zuständigen föderalen Behörden aus.

    Man sollte jedoch auch das endgültige Ziel des Entlastungsplans nicht aus dem Auge verlieren: die kontrollierte Unterbrechung der Stromversorgung in bestimmten Gebieten, um das Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot wiederherzustellen und ein totales Blackout zu verhindern. Durch die Streichung mancher Straßen oder Gebiete im Entlastungsplan würde dessen Effizienz verringert.

  • Werden die vorrangigen Kunden bei einer Entlastung auch vom Netz getrennt?

    Die vorrangigen Kunden werden in einer ersten Phase auch vom Netz getrennt, aber ihre Stromversorgung wird vom Verteilernetzbetreiber anschließend wieder hergestellt. Die Liste der vorrangigen Kunden ist im Ministerialerlass enthalten. Bei einer selektiven Entlastung wird die Stromversorgung der vorrangigen Kunden im Prinzip nicht unterbrochen.

  • Welche Gemeinden sind vom Entlastungsplan betroffen?

    Den Entlastungsplan mit den betroffenen Gemeinden können Sie auf der Website des föderalen öffentlichen Dienstes Wirtschaft einsehen. Nicht alle Teile einer Gemeinde befinden sich unbedingt im selben Entlastungsabschnitt. Aufgrund der Netzstruktur oder der Ausführung von betriebstechnischen Arbeiten können sich bestimmte Gemeinde- oder Stadtteile in einem anderen Entlastungsabschnitt befinden.

    Vous pouvez également vous inscrire à notre service d’alerte par SMS directement en ligne. Il vous permettra de savoir directement si vous êtes dans une zone potentielle de coupure temporaire d’électricité. Vous recevrez également un avis par SMS en cas de délestage programmé dans votre zone.

    Toutes les parties d’une commune ne se trouvent pas nécessairement dans la même tranche de délestage. En raison de la structure du réseau ou de travaux d’exploitation certaines parties peuvent se retrouver dans une autre tranche de délestage.