FAQ Private und gewerbliche Kunden

Private und gewerbliche Kunden

  • Welche sind die wichtigsten Abänderungen gegenüber dem vergangenen Winter?

    Aufgrund der Erfahrungen vom Winter 2014-2015 hat sich eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des föderalen öffentlichen Dienstes für Wirtschaft und des Kabinetts des Ministers für Energie mit der Anpassung des gesetzlichen Rahmens befasst.

    Der Entlastungsplan wurde darüber hinaus an einigen Stellen grundlegend abgeändert: Die Teilabschnitte A und B in den Versorgungsgebieten SO und SW wurden weggelassen; die Auswirkungen auf den Hafen von Gent und die Flughäfen wurden reduziert; die obligatorische Reduzierung der Auswirkung eines Vorfalls in Belgien auf das europäische Stromsystem wurde berücksichtigt. So wurden die gesetzlichen und technischen Anforderungen bestmöglich mit dem sozialen und ökonomischen Kontext in Einklang gebracht.

    Genauso wie im Vorjahr ist das Land in 5 Stromversorgungsgebiete aufgeteilt. Jedes Gebiet umfasst 8 Entlastungsabschnitte gegenüber 6 im Vorjahr. Folglich konnten die Teilabschnitte A und B in den Versorgungsgebieten SO und SW weggelassen werden.

    Vorbehaltlich einer anderen Entscheidung des zuständigen Ministers wird der Entlastungsabschnitt 8 bei Bedarf als Erster entlastet; die übrigen Entlastungsabschnitte folgen in absteigender Reihenfolge. Bei einer Energieverknappung wird der Entlastungsabschnitt 1 normalerweise nicht entlastet. Dieser Abschnitt soll nämlich bei einem bedeutenden Vorfall auf dem europäischen Stromsystem in Anspruch genommen werden. Neu ist, dass die Entlastungsabschnitte nicht nur bei einer effektiven Netzentlastung, sondern auch bei einem Entlastungsrisiko turnusmäßig in Anspruch genommen werden.

    Konkret bedeutet diese Änderung, dass während der nächsten Entlastungsperiode der folgende Abschnitt (in absteigender Reihenfolge) entlastet wird, auch wenn der bei einem früheren Entlastungsrisiko angekündigte Abschnitt nicht entlastet werden musste.

  • Die selektive Entlastung

    Es handelt sich um ein verbessertes Verfahren, das zwischen dem Übertragungsnetzbetreiber Elia und den Verteilernetzbetreibern vereinbart wurde. Konkret bedeutet dies, dass die Verteilernetzbetreiber die Entlastung des von den zuständigen Ministern ausgewählten Abschnitts laut den Anweisungen von Elia selbst vornehmen können, ohne dabei jedoch die vorrangigen Kunden zu entlasten, wenn ihnen die entsprechende Entscheidung frühzeitig angekündigt wird. Der Hauptvorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass die Versorgung der vorrangigen Kunden wie beispielsweise der Krankenhäuser möglichst nie unterbrochen wird.

  • Wie verläuft konkret eine Netzentlastung?

    Seit dem Winter 2015-2016 wurde zwischen dem Übertragungsnetzbetreiber Elia und den Verteilernetzbetreibern ein angepasstes Entlastungsverfahren vereinbart: die selektive Entlastung. Konkret bedeutet dies, dass die Verteilernetzbetreiber die Entlastung des von den zuständigen Ministern ausgewählten Abschnitts laut den Anweisungen von Elia selbst vornehmen könnten, ohne dabei jedoch die vorrangigen Kunden zu entlasten, wenn ihnen die entsprechende Entscheidung frühzeitig angekündigt wird. Der Hauptvorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass die Versorgung der vorrangigen Kunden wie beispielsweise der Krankenhäuser möglichst nie unterbrochen wird.

    Falls es aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, die selektive Entlastung durchzuführen, wird das Standardverfahren angewandt: Elia entlastet die Stationen, welche die Verteilernetze auf dem ausgewählten Entlastungsabschnitt versorgen, und die Verteilernetzbetreiber stellen anschließend das Netz für die vorrangigen Kunden wieder unter Spannung.

  • Ist meine Gemeinde vom Entlastungsplan betroffen?

    Den Entlastungsplan mit den betroffenen Gemeinden können Sie auf der Website des föderalen öffentlichen Dienstes Wirtschaft einsehen.

    Vous pouvez également vous inscrire à notre service d’alerte par SMS ici.

    Notre service vous permettra de savoir tout de suite si vous êtes dans une zone potentielle de coupure temporaire d'électricité et d’être averti par SMS en cas de délestage programmé dans votre zone.

  • Wer ist von einer eventuellen Netzentlastung betroffen?

    Im Rahmen des Entlastungsplans sind im Falle einer erwiesenen Energieverknappung potenziell all jene Kunden von einer Unterbrechung der Stromversorgung betroffen, die in einem von diesem Plan betroffenem Gebiet ans Verteilernetz angeschlossen sind.

    Laut der Gesetzgebung kann der Verteilernetzbetreiber nach der Netzentlastung eine Liste von vorrangigen Kunden wieder mit Strom versorgen. Es handelt sich dabei insbesondere um die Krankenhäuser, die Telefonzentralen der Rettungsdienste und die Stationen der Netzbetreiber. Bei einer selektiven Entlastung wird die Stromversorgung der vorrangigen Kunden im Prinzip nicht unterbrochen.

  • Weshalb kann ich nicht genau erfahren, ob mein Haus entlastet wird, wenn ich in einem Entlastungsgebiet ansässig bin?

    Aufgrund von geplanten oder unerwarteten Betriebsarbeiten im Rahmen des Ausbaus oder der Außerbetriebsetzung von Netzabschnitten können die Anschlussschemen angepasst werden, sodass ein Nutzer durch eine andere Station als die versorgt wird, die auf dem ursprünglichen Schema einzeichnet ist. Die erteilten Informationen sind daher nicht erschöpfend, sondern lediglich Anhaltspunkte, die einer Momentaufnahme der Netzinfrastruktur entsprechen. Letztere wird ständig angepasst. Es ist mithin nicht möglich, mit 100-prozentiger Sicherheit zu bestimmen, ob das Netz für einen bestimmten Nutzer effektiv entlastet wird oder nicht.

  • Wer bestimmt, welche Straßen betroffen sind und nach welchen Kriterien?

    Aufgrund der Vorschläge des speziell zu diesem Zweck gebildeten Lenkungsausschusses (bestehend aus der Generaldirektion Energie des föderalen öffentlichen Dienstes EPCE, Elia, Synergrid, dem föderalen Krisenzentrum und den regionalen Krisenzentren Flanderns und der Wallonie) wurden der Königliche Erlass vom 19. Dezember 2002 und der Ministerialerlass vom 3. Juni 2005 dort angepasst, wo der Entlastungsplan als letzter Ausweg erwähnt wird. Die Gesetzestexte wurden anschließend dem Staatsrat zur Stellungnahme unterbreitet und abschließend im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht.

    Laut diesen Gesetzestexten ist Elia damit beauftragt, dem Energieminister einen Entlastungsplan vorzuschlagen.

    Die Regelung sieht eine Verteilung des Stromnetzes in 5 Gebiete vor (Nordwest, Nordost, Zentrum, Südwest und Südost), in denen die Entlastungsleistung einem proportionalen Anteil der Gesamtleistung dieses Gebiets entspricht. Um die Auswirkungen möglichst ausgeglichen zu verteilen, umfasst jedes Gebiet 8 Entlastungsabschnitte. Laut der Gesetzgebung wurden die Stadtzentren der Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern sowie die Verkehrsflughäfen und Handelshäfen nicht in den Entlastungsplan miteinbezogen.

    Die Entscheidung der Durchführung einer Entlastung sowie die entsprechenden Modalitäten werden von den Ministern für Energie und Wirtschaft getroffen, um ein totales Blackout zu verhindern.

  • VOR der Netzentlastung – Wie kann ich mich auf eine eventuelle Stromverknappung vorbereiten?

    Die Energieverknappung ist ein globales, im Voraus ermitteltes Defizit zwischen Stromangebot (Stromerzeugung und -importe) und Stromnachfrage zu einem bestimmten Zeitpunkt. Alle Stromverbraucher, also auch jene, die nicht in einem Gebiet des Entlastungsplans ansässig sind, können zur Reduzierung des Verknappungsrisikos, also des Entlastungsrisikos für einen Teil der Kunden beitragen, indem sie ihren Verbrauch dann einschränken, wenn die Gesamtnachfrage am höchsten ist. Diese Nachfrage erreicht ihren Höchstwert allgemein am späten Nachmittag und in den frühen Abendstunden (zwischen 17:00 und 20:00 Uhr, wenn Beleuchtung, Elektroherd, Ofen usw. verstärkt benutzt werden). Jeder kann zur Reduzierung des Verknappungsrisikos beitragen, indem er beispielsweise den Betrieb mancher Elektrogeräte (Waschmaschine, Wäschetrockner, Geschirrspüler) vorschiebt bzw. verzögert oder eher einen Mikrowellenherd als einen herkömmlichen Ofen benutzt. Jede Maßnahme zur Einschränkung des Stromverbrauchs während der Spitzenlastzeit ist sinnvoll, wenn ein Verknappungsrisiko droht.

  • VOR der Netzentlastung – Wann muss ich meinen Stromverbrauch einschränken?

    Es ist immer ratsam, keinen Strom zu verschwenden. Wenn das Risiko einer Stromverknappung besteht, ist es vor allem wichtig, seinen Verbrauch während der globalen Spitzenlastzeit einzuschränken. Diese liegt allgemein im Winter am späten Nachmittag und in den frühen Abendstunden (zwischen 17:00 und 20:00 Uhr).

  • VOR der Entlastung – Wie kann ich meinen Stromverbrauch einschränken?

    Jede zusätzliche Reduzierung des Stromverbrauchs während der Spitzenlastzeit ist willkommen, da sie zur Senkung des Risikos einer effektiven Energieverknappung, also zum Risiko einer zwingenden Anwendung des Entlastungsplans im Hinblick auf die Vermeidung eines totalen Blackouts beiträgt. Sie können beispielsweise den Betrieb mancher Elektrogeräte (Waschmaschine, Wäschetrockner, Bügeleisen usw.) vorschieben bzw. verzögern, das Licht in nicht benutzten Räumen sowie im Außenbereich ausschalten, einen Mikrowellenherd anstatt einen herkömmlichen Ofen benutzen und den Stand-by-Verbrauch von Akkus und Geräten vermeiden: All dies sind Maßnahmen, die zur globalen Reduzierung der Stromnachfrage beitragen können.

  • VOR der Netzentlastung – Bin ich verpflichtet, meinen Stromverbrauch einzuschränken und werden entsprechende Kontrollen durchgeführt?

    Die zuständigen Minister können Maßnahmen zum Verbot des Stromverbrauchs aufzwingen, um die Nachfrage zu bestimmten Zeitpunkten einzuschränken. Diese Maßnahmen können Privatpersonen und/oder Unternehmen betreffen. Die Art und Weise, wie die Einhaltung dieser Maßnahmen kontrolliert wird, wird von den zuständigen Behörden festgelegt.

  • VOR der Netzentlastung – Wie kann ich mich auf eine eventuelle Netzentlastung vorbereiten?

    Falls die Verwaltung Ihres Betriebs von einer Zeitspanne ohne Strom bedroht ist, wäre es besser, jederzeit eine Notlösung vorzusehen. Denn auch unter normalen Umständen ist eine Stromunterbrechung immer möglich.

  • VOR der Netzentlastung – Wie kann ich mich auf eine eventuelle Netzentlastung vorbereiten?

    Sie sollten zuerst einmal beachten, dass sich eine Unterbrechung der Stromversorgung jederzeit ereignen kann, unabhängig vom Risiko einer Energieverknappung, beispielsweise bei Arbeiten am Netz oder infolge eines Unwetters mit Schäden an bestimmten Netzteilen. Jeder Verbraucher muss also darauf vorbereitet sein, einige Stunden ohne Strom auszukommen. Die erforderlichen Vorbeugungsmaßnahmen hat jeder selbst je nach seiner Situation zu treffen. Ein weiterer wichtiger Hinweis: Mit Gas, Heizöl oder Pellets betriebene moderne Heizkessel brauchen Strom, um zu funktionieren; sie schalten also bei einer Stromunterbrechung aus.

    Wenn Sie erfahren, dass Sie von einer Netzentlastung betroffen sind, sollten Sie am besten selbst all Ihre Elektrogeräte im Voraus ausschalten. Dann sind Sie sicher, dass diese wirklich ausgeschaltet sind und sich bei erneuter Unterspannungsetzung des Netzes nicht wiedereinschalten können, ohne dass Sie es merken.

  • VOR der Netzentlastung – An wen soll ich mich wenden, wenn ich Strom aus Gesundheitsgründen brauche?

    Die Gemeinden erarbeiten in Zusammenarbeit mit den föderalen öffentlichen Diensten und dem Krisenzentrum einen Notplan für ihre Bürger, um den Folgen einer Netzentlastung möglichst effizient vorzugreifen. Falls Sie aus Gesundheitsgründen nicht ohne Strom auskommen können, sollten Sie Ihre Gemeinde im Voraus kontaktieren. Diese ist am besten in der Lage, Sie über die örtlichen Vorkehrungen zu informieren, die im Falle einer effektiven Netzentlastung getroffen werden.

  • VOR der Netzentlastung - Kann ich gerichtlich vorgehen, um eine Netzentlastung zu vermeiden?

    Der Entlastungsplan ergibt sich aus dem Königlichen Erlass vom 19. Dezember 2002 und dem Ministerialerlass vom 3. Juni 2005, die nach den Erfahrungen von 2014 angepasst wurden. Die angepassten Texte wurden im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht.

    Es obliegt den Ministern für Energie und Wirtschaft zu entscheiden, einen Entlastungsplan als letztes Mittel anzuwenden, um ein totales Blackout zu vermeiden, also die unkontrollierte Netzentlastung für sämtliche Nutzer infolge des Zusammenbruchs des Stromsystems aufgrund eines Ungleichgewichts zwischen Stromnachfrage und -angebot. Die Betreiber des Stromnetzes führen die Entscheidungen der zuständigen Behörden aus.

  • VOR der Netzentlastung – Kann ich Schadenersatz fordern, wenn eine Netzentlastung beschlossen wird? Wenn ja, von wem?

    Der Entlastungsplan ist das letzte, gesetzlich vorgesehene Mittel, um ein totales Blackout zu vermeiden, also die unkontrollierte Netzentlastung für sämtliche Nutzer infolge des Zusammenbruchs des Stromsystems aufgrund eines Ungleichgewichts zwischen Stromnachfrage und -angebot. Der Gesetzgeber ist der Meinung, dass das Allgemeinwohl Vorrang vor dem persönlichen Wohl hat. Die Kosten eines totalen Blackouts würden für die Gesellschaft viel höher ausfallen als die einer angekündigten und kontrollierten Netzentlastung bestimmter Verbrauchergruppen als letztes Mittel zur Vermeidung eines totalen Blackouts.

  • WÄHREND der Netzentlastung – Wie lange dauert eine Netzentlastung?

    Die Dauer einer Netzentlastung hängt hauptsächlich von zwei Parametern ab: einerseits von der verfügbaren Erzeugungs- und Importleistung und andererseits von der zum selben Zeitpunkt geschätzten Gesamtnachfrage. Eine Netzentlastung könnte erforderlich sein, wenn die Nachfrage das Angebot (Erzeugung + Importe) übersteigt. Von außergewöhnlichen Umständen abgesehen könnte sie typischerweise 3 bis 4 Stunden dauern.

  • WÄHREND der Netzentlastung – Werde ich alle Tage von der Netzentlastung betroffen sein?

    Laut der Gesetzgebung obliegt es den zuständigen Ministern für Wirtschaft und Energie, die Netzentlastung zu beschließen und anzuordnen, wenn sie aufgrund der Analyse des Übertragungsnetzbetreibers zu dem Schluss kommen, dass die übrigen Maßnahmen zum Ausgleich des Stromangebots und -bedarfs nicht ausreichen.

    Die zuständigen Behörden haben angekündigt, man werde beim Risiko einer eventuellen Netzentlastung mit dem Entlastungsabschnitt 8 beginnen und anschließend die übrigen Entlastungsabschnitte in absteigender Reihenfolge in Anspruch nehmen. Bei einer eventuellen folgenden Entlastungsperiode wird der nächstfolgende Abschnitt nach dem vergangenes Mal in Anspruch genommenem Abschnitt entlastet, damit die Folgen für die Bevölkerung möglichst gleichmäßig verteilt werden. Der Wechsel der Entlastungsabschnitte berücksichtigt also nicht nur eine effektive Netzentlastung, sondern auch ein Entlastungsrisiko. Während der nächsten Entlastungsperiode wird der folgende Abschnitt (in absteigender Reihenfolge) entlastet, auch wenn der bei einem Entlastungsrisiko angekündigte Abschnitt nicht entlastet werden musste.

  • WÄHREND der Netzentlastung – Kann ich nach einer Netzentlastung wieder schnell mit Strom versorgt werden, auch wenn ich kein vorrangiger Kunde bin?

    Ja, es kann sein, dass Ihre Wohnung vom selben Feeder wie ein vorrangiger Kunde mit Strom versorgt wird. Falls dieser vorrangige Kunde nach der Netzentlastung wieder mit Strom versorgt wird, trifft dies auch auf Ihre Wohnung zu. Wenn in diesem Fall eine selektive Netzentlastung erfolgt, wird die Stromversorgung Ihrer Wohnung genauso wie die des vorrangigen Kunden im Prinzip nicht unterbrochen.

  • WÄHREND der Netzentlastung – Ist es ratsam, vor oder während einer Entlastungsperiode den Netzstecker der Elektrogeräte zu ziehen, um bei der Wiedereinschaltung Schaden an diesen Geräten zu vermeiden?

    Das Risiko einer Beschädigung der Elektrogeräte wegen einer Überspannung bei der Wiedereinschaltung ist zwar sehr gering, aber nicht völlig auszuschließen. Wenn Sie den Netzstecker der Elektrogeräte (wie beispielsweise Fernseher, Computer) während einer Stromunterbrechung ziehen, ist dies eine gute Maßnahme, um dieses geringe Restrisiko 100‑prozentig auszuschließen.

  • WÄHREND der Netzentlastung – Kann die Qualität der tiefgefrorenen Nahrungsmittel in meinem Haushalt durch die Netzentlastung beeinträchtigt werden?

    Wenn ein Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe nicht mehr mit Strom versorgt wird, steigt die Innentemperatur um lediglich 1 °C pro Stunde.

    Es besteht also kein Risiko, dass die tiefgekühlten Nahrungsmittel schnell auftauen. Da eine Entlastungsperiode - abgesehen von außergewöhnlichen Umständen - 3 bis 4 Stunden dauern könnte, ist das Risiko begrenzt.

  • WÄHREND der Netzentlastung - Ich habe Sonnenkollektoren installiert. Bleibe ich von der Netzentlastung verschont?

    Nein, Ihre Sonnenkollektoren brauchen Strom vom Verteilernetz, um funktionieren zu können. Wenn dieses Verteilernetz spannungsfrei ist, schalten die Wechselrichter der Fotovoltaik-Anlage automatisch auf Sicherheitsmodus, d. h., sie trennen sich selbst vom Netz. Die Fotovoltaikkollektoren erzeugen dann keinen Strom mehr.

  • WÄHREND der Netzentlastung – Ich möchte bei einer Netzentlastung meinen Generator / mein Notstromaggregat für meine Stromversorgung benutzen. Welche Vorsichtsmaßnahmen muss ich treffen?

    Installieren Sie Ihren Generator bzw. Ihr Notstromaggregat immer an einem belüfteten Ort, vorzugsweise im Außenbereich. Bevor Sie den Generator benutzen, schalten Sie den Hauptschutzschalter Ihrer elektrischen Innenanlage ab, um die ganze Wohnung vom Verteilernetz zu trennen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Elektroanlage während der ganzen Nutzungsdauer vom Netz getrennt bleibt.

    Schließen Sie nicht Ihre gesamte Elektroanlage an das Notstromaggregat an, sondern nur die Geräte und Einrichtungen, deren Stromversorgung Sie gewährleisten möchten. Schließen Sie kein Gerät, das sich in einem Raum mit Wasser befindet (Bad, neben einem Schwimmbecken, ...), an das Notstromaggregat an (Notstromaggregate sind nicht mit einem Fehlerschutzschalter ausgestattet).

    Falls Sie über Fotovoltaikkollektoren verfügen und die Netzentlastung in den Mittagsstunden erfolgt (dies ist höchst unwahrscheinlich), versuchen Sie nicht, Ihre Elektroanlage gleichzeitig über das Notstromaggregat und die Fotovoltaikkollektoren mit Strom zu versorgen.

    Falls Ihr Generator darüber hinaus mehrere Stromkreise versorgt, vergessen Sie nicht, dass dann ein Eingriff im Stromschaltkasten erforderlich ist; diesen sollten Sie besser einem Fachmann überlassen. Zumal jede bedeutende Anpassung der Elektroanlage gemäß den Bestimmungen der Allgemeinen Ordnung für elektrische Anlagen (AOEA – frz. RGIE) erfolgen muss. Es erfolgt anschließend eine Kontrolle seitens einer Prüfstelle, um zu bestimmen, ob die Bestimmungen effektiv eingehalten wurden. Dies gilt nicht nur, wenn der Generator Ihre Innenanlage parallel zum Netz versorgt, sondern auch getrennt Strom erzeugt.

    Da die Generatoren parallel zum Netz funktionieren können, müssen sie dem Verteilernetzbetreiber unbedingt gemeldet werden und die technische Vorschrift C10/11 von Synergrid erfüllen: http://www.synergrid.be/index.cfm?PageID=16832. Die Installation eines Generators unterliegt außerdem der Gesetzgebung in Sachen Umwelt. Je nach Leistung des Generators und Menge des gelagerten Brennstoffs kann es sein, dass Sie eine Erklärung abgeben oder sogar eine Umweltgenehmigung für den Generator, für die Lagerung des Brennstoffs oder für beide einholen müssen. Die Modalitäten sind je nach Gebiet verschieden.

  • Erdgasversorgung - Welche Auswirkungen hat eine eventuelle Entlastung des Stromnetzes auf die Erdgasversorgung?

    Fluxys hat die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die Kontinuität der Erdgasversorgung der Endverbraucher sowie des grenzüberschreitenden Gasstroms zu sichern. Eine eventuelle Entlastung des Stromnetzes wird keine Auswirkungen auf die Anlagen haben, die für den Netzbetrieb und die Versorgungssicherheit des Landes mit Erdgas unerlässlich sind. Im Falle einer Energieverknappung spielen diese Anlagen nämlich dank des Neustarts der Stromerzeugung in den Erdgaskraftwerken eine entscheidende Rolle bei der Begrenzung der Auswirkungen. Andererseits hat Fluxys im Einvernehmen mit den Verteilernetzbetreibern die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, damit die Funktionsweise der Druckentlastungsstationen (Verbindung zwischen den Hochdruckleitungen von Fluxys und den Mittel- bzw. Niederdruckleitungen des Verteilernetzes) durch eine eventuelle Netzentlastung nicht beeinträchtigt wird.

  • Erdgasversorgung – Kann ich bei einer Netzentlastung noch mit Erdgas kochen?

    Die Netzbetreiber haben die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die Kontinuität der Erdgasversorgung der Endverbraucher zu sichern. Erdgaskochplatten und -herde, die keine Stromversorgung benötigen, können folglich in einem entlasteten Gebiet weiterhin funktionieren.

    Geräte mit thermoelektrischem Flammenfühler (Thermoelement) brauchen lediglich Strom für den Betrieb der Zündvorrichtung (piezoelektrisches Element). In diesem Fall kann ein Streichholz oder ein Feuerzeug als alternative Zündquelle dienen. Anschließend können diese Geräte perfekt ohne Strom funktionieren.

    Die Geräte mit elektronischer Flammenüberwachung (Ionisierung) hingegen können nicht ohne Strom funktionieren.

  • NACH der Netzentlastung – Kann ich eine Entschädigung fordern, wenn ich infolge einer Netzentlastung Schaden an meinen Elektrogeräten erlitten habe?

    Unsere Gesellschaft, die weitgehend von der Stromversorgung abhängig ist, ist unter normalen Umständen auch mit Stromunterbrechungen konfrontiert. Diese bereiten dem Nutzer im Allgemeinen keine unüberwindbaren Probleme. Jeder Nutzer muss jederzeit darauf vorbereitet sein, für eine bestimmte Zeit ohne Strom auszukommen. Die in einem solchen Fall erforderlichen Vorbeugungsmaßnahmen hat jeder Nutzer je nach seiner eigenen Situation zu treffen.

    Bei einer Stromverknappung wird die Netzentlastung allgemein vorab mitgeteilt. 7 Tage im Voraus wird auf das Risiko einer Netzentlastung hingewiesen. Dann findet eine Sensibilisierungskampagne statt, um die Stromnachfrage möglichst zu reduzieren und somit eine effektive Netzentlastung zu vermeiden. Am Vortag der angekündigten Energieverknappung entscheiden die Minister für Energie und Wirtschaft, ob eine Netzentlastung effektiv erforderlich ist. In einer solchen angekündigten Situation ist jeder Nutzer – insbesondere gegenüber seiner eigenen Versicherungsgesellschaft – verpflichtet, den potenziellen Schaden an seiner eigenen Anlage möglichst in Grenzen zu halten.

    Darüber hinaus dauert eine Netzentlastung im Allgemeinen nur einige Stunden, während ein totales Blackout viel länger dauern würde, da das Netz und die Stromerzeugungsanlagen nach und nach wieder eingeschaltet werden müssten.

  • NACH der Netzentlastung – Muss ich besondere Maßnahmen treffen (beispielsweise an meinem Stromzähler), wenn der Strom nach der Entlastung wiederhergestellt wird?

    Nein, sobald die Spannung auf dem Netz wiederhergestellt ist, können die Haushaltsabnehmer (und übrigen Kunden, die ans Niederspannungsnetz angeschlossen sind) den über das Netz gelieferten Strom verbrauchen. Um allerdings eine Nachfragespitze zu vermeiden, wenn die Verbrauchergruppen wieder mit Strom versorgt werden, ist es ratsam, nicht alle Elektrogeräte unmittelbar wieder einzuschalten. Bestimmte Geräte wie beispielsweise ein Kühlschrank oder ein Heizkessel verbrauchen in der Anlaufphase viel mehr Strom als sonst.

    Deshalb ist es besser, die Geräte nach und nach per Hand wieder einzuschalten, um eine erneute Nachfragespitze zu vermeiden.