Alles zum Thema Doppeltarifzähler - Privat & Gewerbekunden

Alles zum Thema Doppeltarifzähler

Was ist ein Doppeltarifzähler ?

Ein Doppeltarifzähler ist ein Stromzähler, mit dem Ihr Verbrauch während der Hochtarifzeiten (tagsüber, werktags) und der Niedertarifzeiten (nachts und am Wochenende) separat aufgezeichnet wird. Mit dem Niedertarif profitieren Sie von einem geringeren Preis für Ihren Stromverbrauch. Eine Woche zählt nämlich insgesamt 93 Stunden zum Niedertarif und 75 Stunden zum Hochtarif. Der Wechsel zwischen Hoch- und Niedertarifzeiten wird durch ein Signal erzeugt, das durch das Stromnetz geleitet wird. Dieses Signal entspricht einer Frequenz, die der Zähler als Tarifwechsel deutet.

Wie beantragen Sie die Anbringung eines Doppeltarifzählers ?

Falls Sie bereits über einen Anschluss verfügen, wählen Sie die Rufnummer 078/15.78.01 (Wähltaste 1 – Arbeiten), um innerhalb weniger als 5 Minuten Ihren Kostenvoranschlag zu erhalten und Ihren Termin festzulegen.

Falls Sie noch nicht über einen Anschluss verfügen, können Sie Ihren Antrag anhand folgenden Formulars stellen.

Ein Doppeltarifzähler, um Stromkosten zu sparen ?

Mit dem Doppeltarif ist der Strom, den Sie nachts (von 22:00 bis 7:00 Uhr) und am Wochenende (von freitags 22:00 Uhr bis montags 7:00 Uhr) verbrauchen, günstiger. In manchen Gemeinden, deren Stromnetz von ORES betrieben wird, dauern die Niedertarifzeiten nachts von 21:00 bis 6:00 Uhr und am Wochenende von freitags 21:00 Uhr bis montags 6:00 Uhr.

Es handelt sich um :

  • 1320 Beauvechain
  • 1350 Orp-Jauche
  • 1357 Hélécine
  • 1367 Ramillies
  • 1370 Jodoigne
  • 4827 Lincent
  • 7910, 7911 et 7912 Frasnes 

Der Preis für die verbrauchte Energie hängt von Ihrem Energieversorger und Ihrem Vertrag ab.

Der Doppeltarifzähler hat zwei Zählwerke: das eine für Ihren Verbrauch während der Hochtarifzeiten (tagsüber, werktags) und das andere für die Niedertarifzeiten (nachts und am Wochenende). Feiertage an Wochentagen gelten nicht als Niedertarifzeiten.

Für alle weiteren Fragen oder Ratschläge zur Anbringung eines Doppeltarifzählers kontaktieren Sie uns bitte unter der Rufnummer 078/15.78.01.

Ist ein Doppeltarifzähler in ihrem fall Sinnvoll ?

Zur Beantwortung dieser Frage sind folgende Aspekte zu berücksichtigen :

  • die Investitionskosten: Die Anbringung eines Doppeltarifzähler kostet im Schnitt zwischen 270 und 400 Euro. Es sei außerdem darauf hingewiesen, dass Sie Ihrem Energieversorger dann eine höhere Netzgebühr zahlen müssen ;
  • Ihr Stromverbrauch während der Niedertarifzeiten: Lesen Sie die Zählerstände während einer Woche am Anfang und Ende der Niedertarifperiode ab und rechnen Sie den entsprechenden Stromverbrauch aus! Multiplizieren Sie diesen Verbrauch mit 52; so erhalten Sie einen ersten Hinweis auf Ihren Jahresverbrauch während der Niedertarifzeiten ;
  • Die möglichen Einsparungen: Sie brauchen nur noch auszurechnen, welche Einsparungen Sie mit einem Doppeltarifzähler – je nach den Tarifen Ihres Energieversorgers auf Ihren Verbrauch erzielen können. Können Sie dank dieser Einsparungen die Anbringung eines Doppeltarifzählers schnell amortisieren ? Dann ist der Doppeltarifzähler eine gute Wahl !

Sie möchten den Test einfach mal durchführen ?

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Wie optimieren Sie die Einsparungen mit einem Doppeltarifzähler ?

Um die Kapazitäten Ihres Doppeltarifzählers voll und ganz auszuschöpfen, sollten Sie Ihren Stromverbrauch möglichst auf die Niedertarifzeiten verschieben. Hier einige elektrische Haushaltsgeräte, die Sie leicht nachts oder am Wochenende benutzen können :

  • Waschmaschine: Sie verbraucht im Schnitt 200 kWh pro Jahr, wobei dies allerdings von Ihrem Modell abhängt ;
  • Wäschetrockner: Die allerneuesten Modelle verbrauchen 350 kWh pro Jahr. Je älter Ihr Wäschetrockner, desto höher sein Stromverbrauch ;
  • Geschirrspüler: Er verbraucht im Schnitt 250 kWh pro Jahr ;
  • Kaffeemaschine: Frühaufsteher, welche die Kaffeemaschine oder den Elektrokocher während der Niedertarifzeiten benutzen, verbrauchen 70 bis 130 kWh pro Jahr ;
  • Elektroheizkörper, Warmwasserbereiter, Kühlschrank, Gefriertruhe usw.: Der Stromverbrauch dieser Haushaltsgeräte nachts und am Wochenende wird selbstverständlich zum Niedertarif ausgerechnet.

Welche anderen Zählertypen gibt es ?

Im Strombereich gibt es eigentlich drei Zählertypen :

  • Einfachtarifzähler: Er rechnet Ihren Stromverbrauch im Laufe des Tages ab, ohne dabei zwischen verschiedenen Uhrzeiten zu unterscheiden ;
  • Doppeltarifzähler: Er hat zwei Zählwerke: das eine für die Hochtarifzeiten (tagsüber) und das andere für die Niedertarifzeiten (nachts und am Wochenende) ;
  • Zähler mit ausschließlichem Nachttarif: Dieser Zähler funktioniert nur von nachts, um den Verbrauch von Elektrogeräten zu messen, die ausschließlich nachts betrieben werden (beispielsweise ein elektrischer Speicherofen). Er wird auf einem separaten Stromkreis installiert, der nur während des definierten Zeitraums mit Strom versorgt wird. Für Ihren übrigen Stromverbrauch muss dieser Zähler mit einem Einfach- oder Doppeltarifzähler kombiniert werden. Dieser ausschließliche Nachttarif wird immer seltener benutzt.

Für die Personen, die Anrecht auf den Sozialtarif haben :

  • Für Strom gibt es drei verschiedene Sozialtarife, die den drei Zählertypen entsprechen ;
  • Für Gas gibt es nur einen einzigen Sozialtarif (Einfachtarif).

Doppeltarif mit einer dezentralen Erzeugungsanlage, eine gute Idee?

Ganz allgemein und unabhängig vom Zählertyp ist der Verbrauch der Energie, während sie erzeugt wird, vorteilhaft für alle: So sind Sie zum Beispiel sicher, die grüne Energie, die direkt aus der Erzeugung anhand Ihrer Sonnenkollektoren stammt, zu verbrauchen. Dazu brauchen Sie lediglich Ihre großen Elektrohaushaltsgeräte oder Ihren elektrischen Warmwasserbereiter so zu nutzen oder zu programmieren, dass sie Strom verbrauchen, während Ihre Anlagen diesen erzeugen (Eigenbedarf).
Außerdem können Sie das Überspannungsrisiko und somit das Risiko eines Abschaltens des Wechselsrichters verringern (da die Stromerzeugung durch den Verbrauch ausgeglichen wird).

Wenn Sie einen Doppeltarifzähler haben und Ihr jährlicher Tagesverbrauch (aktives Register während der Wochentage) nicht 5/7 Ihrer Jahreserzeugung übersteigt, ist ein Wechsel zum Einfachtarif nicht erforderlich. Wenn Sie diesen Grenzwert von 5/7 übersteigen, ist ein Wechsel zum Einfachtarif dennoch nicht vonnöten, insofern einige Verhaltensänderungen zur Erreichung dieses Ziels möglich sind (z.B. Warmwasserbereiter usw.): Sie vermeiden die Kosten in Verbindung mit einem Änderungsantrag. In zahlreichen Fällen ist ein Wechsel zu einem Einfachtarifzähler also nicht nötig.

Wenn Sie beschließen, zum Einfachtarif zu wechseln, ist es ratsam, den Antrag während des Zeitraums zu stellen, in dem die jährliche Ablesung Ihres Zählers erfolgt, um nicht einen Teil Ihrer Erzeugung zu verlieren.

Schließlich ermöglicht der Doppeltarif vom preislich interessanten Niedertarif zu profitieren, wenn Sie keinen Strom erzeugen.

Mit einem Doppeltarif Strom zu verbrauchen, bedeutet gewissermaßen an der Energiewende teilzunehmen.