Biomethan, ein zu 100 % erneuerbares Gas

Die biologische Methanisierung ist ein natürlicher biologischer Vergärungsprozess, der die Verwertung von Abfällen aus der Landwirtschaft, Agrar- und Ernährungsindustrie, Haushaltsabfällen oder auch Klärschlamm ermöglicht. Diese Stoffe werden Fermentern zugeführt, wo Bakterien sie in Biogas und Gärreste umwandeln.

Die Gärreste sind ein Düngemittel, das in der Landwirtschaft als Dünger auf den Feldern verteilt werden kann. Das Biogas hingegen wird gereinigt, um sein Methangehalt (CH4) zu erhöhen und die unerwünschten Gase (hauptsächlich CO2) daraus zu entfernen. Dieses veredelte Gas wird Biomethan genannt und kann in das Verteilernetz eingespeist werden. Die Verbraucher können es anschließend nutzen, ohne ihre Anlagen anpassen zu müssen.

Kurze Wege!

 

Biomethan findet bei Landwirten und Abfallaufbereitungsunternehmen Anklang. Was heute als Abfall betrachtet wird, wird in Energie umgesetzt.

ORES unterstützt dieses Projekt, indem es sein Verteilernetz – das für Biomethan geeignet ist – zur Verfügung stellt und somit das Gas zu seinen Kunden bringt.

Legende: "Nm3 CH4/tMF" bedeutet "Kubikmeter Methan pro Tonne fermentierbarem Rohstoff". Mit anderen Worten ergibt dies das Methanisierungspotential eines Rohstoffs.

Der Inhalt dieser Grafik dient nur zu Informationszwecken. Es können keinerlei Rechte daraus abgeleitet werden.

Vorteile der Methanisierung

Biomethan trägt zur Energiewende bei und unterstützt die Kreislaufwirtschaft.

Es bietet zahlreiche Vorteile :

  • Aufbereitung von Abfallstoffen in erneuerbare Ressourcen
  • Erzeugung einer erneuerbaren grünen Energie, die zur Erreichung der Ziele des PWEC (Wallonischer Energie-Klima-Plan 2030, frz. Plan Wallon Energie Climat 2030) beiträgt
  • Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgaseffekte
  • Erzeugung von Gärresten, die eine Alternative zu chemischem Dünger bieten
  • Schaffung von lokalen Arbeitsplätzen, die nicht verlagert werden können, sowie einer zusätzlichen Einnahmequelle für unsere Landwirte
  • mögliche Nutzung bestehender Infrastrukturen und keine erforderliche Anpassung bei den Kunden
  • Teil der Dynamik der Energiewende und Zirkularwirtschaft
  • Wahrung der Artenvielfalt in Verbindung mit dem Anbau von Zwischenfrüchten hinsichtlich der Energieerzeugung.
  • Entwicklung einer ökologischen Alternative zu den klassischen Brennstoffen (Bio‑CNG).

 

Eingespeiste Biomethanmengen in unsere Netze:

  • Ende 2020 wurde 10 GWh in das Netz eingespeist. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von 560 Haushalten oder von 830 Fahrzeugen.
  • Ende 2021 wurden 85 GWh in das Netz eingespeist. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von 4.720 Haushalten oder von 7.080 Fahrzeugen.
  • Ende 2022 wurden 150 GWh ins Netz eingespeist; dies entspricht dem Jahresverbrauch von 8.330 Haushalten oder 12.500 Fahrzeugen.
  • Ende 2023 wurden 123 GWh ins Netz eingespeist; dies entspricht dem Jahresverbrauch von 6.830 Haushalten oder 10.250 Fahrzeugen.